Rückblick auf 35 Jahre als Regionalkantor
Paul Heggemann wird am 25. April verabschiedet
Paul Heggemann ist seit 1. März 1991 Regionalkantor und Orgelsachverständiger des Bistums Hildesheim für das Untereichsfeld. Zum 1. Juni dieses Jahres wird er in den Ruhestand gehen. Ein Rückblick auf seine Zeit im Untereichsfeld.
Als ich angefangen habe, war ich einer von drei Regionalkantoren im Bistum Hildesheim“, erinnert sich Paul Heggemann. In seiner Eigenschaft als Regionalkantor war er für die Aus- und Fortbildung nebenberuflicher Kirchenmusiker zuständig. Nach eigenen Angaben hat er in den vergangenen 35 Jahren rund 50 Personen unterrichtet, zum Teil auch aus dem Nachbarbistum Erfurt. „Hinzu kommen dann noch diejenigen, die ich aus den Kursen kenne, die ich mir in meiner Anfangszeit mit dem Göttinger Pfarrer und Kirchenmusikreferenten Günther Nörtemann aufgeteilt habe“, erzählt Paul Heggemann. Einige seiner Schüler seien später ebenfalls hauptamtliche Kirchenmusiker oder Schulmusiker geworden. Heggemann war zudem Organist, Kantor und Chorleiter an St. Cyriakus und für die Ausbildung der Kantoren zuständig.
Ein Ereignis, das für Paul Heggemann eine besondere Bedeutung hat, ist die Restaurierung der Creutzburg-Orgel vor 20 Jahren. „Das war ein Meilenstein“, sagt er. Auch viele Gastorganisten seien von dem Instrument begeistert. „Während der Coronazeit habe ich eine Inventarisierung der Orgeln der Kirchen in der Südregion des Bistums vorgenommen. Ein vergleichbares Instrument zur Creutzburg-Orgel findet man in der gesamten Region nicht“, berichtet Heggemann. Allerdings gebe es viele historische Orgeln vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.
Die Arbeit als Chorleiter des Propsteichores hat Heggemann ebenfalls viel Freude bereitet. „Die Mitglieder des Chores waren offen für die verschiedenen Musikrichtungen, das hat richtig Spaß gemacht. Und auch menschlich werde ich die Arbeit mit dem Chor vermissen“, erklärt Paul Heggemann. Zum Propsteichor gab es in der Vergangenheit mehrfach für besondere Anlässe auch einen Projektchor. „Aus dem Projektchor sind dann auch immer Sängerinnen und Sänger dauerhaft zum Chor dazugekommen“, erzählt der Regionalkantor.
Rund 20 Jahre hat er auch ein Vokalensemble geleitet, das aus einem D-Kurs hervorgegangen ist. „Da haben wir mit etwa 15 Teilnehmern alle 14 Tage geprobt“, sagt Heggemann. Auch einen Kinderchor hat es an St. Cyriakus unter der Leitung von Heggemann gegeben. Doch aufgrund fehlenden Nachwuchses sei der Chor dann eingestellt worden. „Als ich einen neuen Anlauf starten wollte, war dies aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich“, blickt Paul Heggemann zurück. Voller Freude blickt der scheidende Regionalkantor auch auf die Konzertreihe „Kirchenmusik – Oben und Unten“ zurück, die er einst mit Servatius-Kantor Karl Wurm gegründet hat. „Allgemein gab es ein großes Interesse an dem, was ich musikalisch angeboten habe“, berichtet Paul Heggemann.
Ein Nachfolger für Paul Heggemann wurde gefunden. Er wird als Regionalkantor für die Dekanate Untereichsfeld, Göttingen und Nörten-Osterode seinen Dienst am 1. Juni in Duderstadt beginnen. „Es ist toll, dass die Stelle besetzt wird und dass der Dienstsitz des Regionalkantors Süd weiterhin in Duderstadt bleibt. Dafür gilt mein Dank besonders Propst Thomas Berkefeld und allen, die sich für Duderstadt als Sitz des Regionalkantors ausgesprochen haben“, sagt Heggemann.
Seinen letzten Gottesdienst in Duderstadt wird Paul Heggemann am Pfingstsonntag haben. Die offizielle Abschiedsfeier erfolgt am Sonnabend, 25. April, um 17 Uhr. Duderstadt wird es gemeinsam mit seiner Frau Ende Juni in Richtung seiner Heimat am Niederrhein verlassen. „Meine Verbundenheit zu Duderstadt wird aber bleiben, und wir planen, immer mal wieder nach Duderstadt zu Besuch zu kommen“, erzählt Paul Heggemann.
Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


