Katholische Frauenverbände fordern Diakonat der Frau

Abend mit Impulsen und Perspektiven im Ursulinenkloster

„Macht Kirche zukunftsfähig!“ lautet der Titel eines Abends am Montag, 29. April, im Duderstädter Ursulinenkloster mit Impulsen und Perspektiven zum Diakonat der Frau.

Die Veranstaltung am Gedenktag der heiligen Katharina von Siena beginnt mit einem Gottesdienst um 18 Uhr in der Liebfrauenkirche (Neutorstraße 9). Anschließend wird ein Imbiss gereicht. Wer daran teilnehmen möchte, kann sich bis zum 25. April unter Telefon 0 55 27 / 7 23 83 anmelden.

Organisiert wird der Abend zum „Tag der Diakonin 2019“ von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) im Untereichsfeld gemeinsam mit Dekanatsfrauenseelsorgerin Beatrix Michels. „Mit diesem Gottesdienst möchten wir auf das Anliegen aufmerksam machen, Frauen zu den Weiheämtern zuzulassen“, teilen die Veranstalterinnen mit.

Das Diakonat der Frau wird seit mehreren Jahren innerhalb der katholischen Kirche gefordert. Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ sieht Chancen auf Veränderungen in der Kirche. „Es wird vielleicht länger dauern, als es dem einen oder anderen lieb ist, aber ich bin zuversichtlich“, sagte er kürzlich der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Vom „synodalen Weg“, den die deutschen Bischöfe zur Erneuerung der Kirche einschlagen wollen, erhoffe er sich „eine neue Art und Weise des Denkens“. Zur Frage, ob Frauen zu Priesterinnen geweiht werden sollten, sagte Wilmer: „Ich finde nicht, dass dies ein Thema ist, über das man nicht reden darf.“

Schon Anfang April hatte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode geäußert, dass das Diakonat der Frau ein Thema des „synodalen Wegs“ sei. „Wir kommen an der Frauenfrage nicht vorbei“, fügte er hinzu. Er habe den Eindruck, dass Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz „und der größere Teil der Bischöfe“ das wirklich wolle.

kpg