900 Gläubige besuchen Mariä Himmelfahrt auf dem Höherberg

Mariä Himmelfahrt auf dem Höherberg hat seit vielen Jahren einen festen Platz im Kalender der Wallfahrerinnen und Wallfahrer. Auch in diesem Jahr kamen wieder rund 900 Gläubige, um mit einem Festamt und einer Lichterprozession die Gottesmutter zu ehren.

Pfarrer Matthias Kaminski begrüßte die Gläubigen mit einem herzlichen „Grüß Gott“ in der „guten Stube des Untereichsfeldes. „Wir feiern heute ein Fest des Lebens und der Hoffnung“, sagte er. In Maria werde sichtbar, was Gott mit jedem Menschen vorhabe. Aus diesem Grund sei der Festtag Marias auch der Festtag der Gläubigen.

In seiner Predigt ging Pfarrer Kaminski darauf ein, dass die allgemeine Stimmung in der Welt derzeit gedrückt sei und die Zeit mit den vorhandenen Krisen und Kriegen nicht leicht sei. „Es gibt derzeit viele Herausforderungen für Politik und Gesellschaft“, so Kaminski. Hinzu kämen Stimmen, die mit Schuldzuweisungen arbeiten und vermeintlich leichte Lösungen versprechen würden und damit die Probleme noch vergrößern würden. Maria habe Gott und sein Wirken im Blick, der sich der Schwachen annehme und auch zu seinen eigenen Schwächen stehe. „Auch uns steht es gut, wenn wir auf Gott und seine Barmherzigkeit vertrauen. „Durch Maria kam Jesus als Mensch in unsere Welt und wurde einer von uns“, erklärte Pfarrer Kaminski. Dadurch sei er immer an der Seite der Menschen. Er selbst habe das menschliche Leben durchlaufen. „Die Wertigkeit Gottes zeigt sich nicht in Versuchungen wie Hochmut, Macht und Reichtum, sondern in seiner Liebe. „Dadurch können wir das Leben wagen, denn Gott geht es mit uns“, so Kaminski zu den Gläubigen. In schwierigen Situationen dürften die Gläubigen Gott auch daran erinnern, dass er etwas tun solle. Wichtig sei dabei auch, nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz miteinzubeziehen. „Gott will den Menschen in Liebe begegnen. Und es ist tröstlich, dass er an unserer Seite ist, egal wie wir unseren Weg gehen. Denn wir sind Kinder Gottes und darum ist Gott an unserer Seite“, sagte Pfarrer Matthias Kaminski. Die Menschen seien aber auch herausgefordert, das ihnen Mögliche für Frieden und Gerechtigkeit zu tun.

Während des Festamtes segnete Pfarrer Matthias Kaminski auch die Kräutersträuße, die die Wallfahrerinnen und Wallfahrer dabeihatten. Im Anschluss an das Festamt zogen die Gläubigen, ausgestattet mit Kerzen und anderen Lichtern, in einer Lichterprozession zweimal zu Ehren der Gottesmutter um die Wallfahrtskapelle.   Ein herzlicher Dank gilt den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, die den Parkplatz mit Strahlern ausleuchteten, sodass alle Besucher sicher zu ihren Autos zurückkehren konnten.

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit