Respektvoller Umgang wichtig

Mehrere Hundert Gläubige sind am Sonntag zur traditionellen Fahrzeugsegnung auf den Höherberg gekommen. Anders als im vergangenen Jahr, als es regnete, konnte der Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Christophorus am Freialtar gefeiert werden.

Der Heilige Christophorus, dessen Gedenktag der 24. Juli ist, gilt als Schutzpatron der Reisenden. „Der Heilige Christophorus will uns Mut machen, Christusträger zu sein“, wandte Pfarrer Matthias Kaminski sich an die Gläubigen. Wichtig sei, dass die Menschen behutsam miteinander umgehen. „Viele Menschen begleiten uns auf unseren Wegen. Diese Menschen, die uns begleiten, sind wertvoll, und wir können uns glücklich schätzen, dass wir sie haben“, sagte Pfarrer Kaminski. Doch neben den irdischen gebe es auch himmlische Begleiter. So ein Begleiter sei beispielsweise der Heilige Christophorus. Der Legende nach habe Christophorus das Jesuskind auf seinen Schultern über einen Fluss getragen. Dabei habe er sich die Frage gestellt, die sich auch heute viele Menschen stellen würden: „Wofür setze ich meine Kraft ein?“ Der Heilige habe sie in Jesus, in einem Kind, gefunden. „Das Reich Gottes ist keine Nebensache, sondern das Entscheidende“, so Kaminski. Der größte Schatz sei dabei Christus selbst. Wer dies erkenne, dessen Leben ordne sich neu. „Glaube ist keine Last, sondern Antwort. Gott ist kostbarer als alles andere“, sprach Pfarrer Matthias Kaminski zu den Gläubigen. Zudem ging er darauf ein, dass Christophorus als Fährmann eine große Verantwortung für andere gehabt habe. „Auch wir tragen im Alltag Verantwortung für andere und manchmal kann diese Verantwortung auch zu einer schweren Last werden“, so Pfarrer Kaminski.

Die Verantwortung für die Mitmenschen gelte auch im Straßenverkehr. Denn jede Entscheidung, die dort getroffen werde, habe Folgen. Deshalb sollten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer Geduld haben, statt mit Aggression auf eine Situation zu reagieren, und Rücksicht auf andere nehmen. „Wir, die Christusträger durch die Taufe sind, müssen nicht alles perfekt machen und dürfen auch Schwächen haben. Doch unser Umgang mit anderen Menschen sollte von Respekt geprägt sein“, sagte Pfarrer Matthias Kaminski. Denn Christophorus sei nicht durch seine Stärke, sondern durch seine Bereitschaft, sich zur Verfügung zu stellen, zum Heiligen geworden. Pfarrer Kaminski wünschte den Gläubigen, dass Christophorus sie auf ihren Wegen unterstütze.

Während des Gottesdienstes segnete Kaminski dann die von den Kindern, die am Kindergottesdienst teilnahmen, mitgebrachten Fahrzeuge. Im Anschluss an den Gottesdienst ging er dann durch die Reihen der geparkten Autos und Fahrräder und segnete diese. Hierbei nutzte er die Gelegenheit, kurz mit den Gläubigen ins Gespräch zu kommen.

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit