Palmsonntagsprozession in Gieboldehausen
Mehr als 100 Menschen haben am Sonntag an der traditionellen Palmsonntagsprozession in Gieboldehausen teilgenommen. Bevor die Prozession vom Pfarrhaus zur Kirche startete, weihte Pfarrer Matthias Kaminski die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mitgebrachten Palmzweige.
Pfarrer Kaminski erinnerte daran, dass Christen in Freud und Leid mit Gott gehen können. „Die beginnende Karwoche ist für uns Christen die wichtigste Woche“, sagte Kaminski.
Bestandteil der Prozession war natürlich auch wieder der auf einem Esel sitzende Jesus. Dies erinnert an den Einzug Jesus in Jerusalem. Mit der Frage: „Was ist ein Esel?“, wandte der Pfarrer sich an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Prozession. Der Esel sei ein Lastentier und daher wichtig für den Transport von Lebensmitteln und Gegenständen. Damit, dass Jesus auf diesem Lastentier sitze, zeige er, dass er nicht nur Versprechungen mache, sondern auch bereit sei, zu handeln. Auch in der heutigen Zeit, wo es Menschen gebe, die nur Versprechungen machen, müssten die Menschen füreinander zu Eseln werden. „Denn Jesus braucht uns, damit wir ihn und seine Botschaft zu den Menschen bringen“, sagte Pfarrer Matthias Kaminski zu den Gläubigen.
Er ging zudem darauf ein, dass Esel bereit seien, Lasten zu tragen und die Not anderer zu sehen. „Das ist derzeit nicht in, aber es ist eine Botschaft Jesus“, so Kaminski. Jesus selbst habe es gekonnt, seine Mitmenschen im Blick zu haben. Auch mit dem Wissen, dass Gott ihn nicht fallen lässt. „Auch wir sollten in der jetzigen Zeit nicht nur Jesus in die Welt bringen, sondern versuchen für unsere Mitmenschen mehr zum Esel zu werden. Deshalb dürfen wir uns für diese Rolle auch nicht zu schade sein“, betonte Kaminski.
Während der Prozession, die musikalisch von der Blaskapelle begleitet wurde, zogen mehrere Mädchen und Jungen den Esel vom Pfarrhaus zur Kirche. In der Kirche wurde dann für die Erwachsenen das Festamt gefeiert. Die Mädchen und Jungen gingen zurück zum Pfarrheim, wo sie eine Kinderkirche feierten.
Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit






