22 Tage von der Baugenehmigung zur Einweihung
Vortrag von Josef Engelke zum Christus-König-Kreuz auf dem Euzenberg
Einen Vortrag zum Christus-König-Kreuz auf dem Euzenberg hat am Sonntagabend der Nesselröder Ortsheimatpfleger Josef Engelke gehalten. Zahlreiche Interessierte waren der Einladung des Kirchengemeinderates von St. Georg Nesselröden ins Jugendheim gefolgt.
Anlass für den Vortrag zum Christus-König-Kreut war, dass das sogenannte Wahrzeichen des Eichsfeldes in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern kann. Eingeweiht wurde das Kreuz am 31. Oktober 1926. Gestiftet wurde der Obelisk von Bernward und Mary Leinenweber. Bernward Leineweber, der gebürtig aus Nesselröden stammt und seine Frau Mary, die mittlerweile in Berlin ein eigenes Unternehmen führten, spendeten das Kreuz aus Heimatverbundenheit. „Dass das Kreuz an der Stelle errichtet wurde, wo es heute steht, hat damit zu tun, dass Bernward Leineweber während seiner Lehre in Duderstadt immer zu Fuß von Nesselröden nach Duderstadt und zurückgegangen ist, dabei nahm er den Weg über den Euzenberg“, berichtete Engelke den Zuhörerinnen und Zuhörern.
Das Grundstück, auf dem der Obelisk errichtet wurde, gehörte entgegen anders lautender Zeitungsartikel aus der damaligen Zeit, der politischen Gemeinde Westerode und ist mit der Gebietsreform 1973 in den Besitz der Stadt Duderstadt übergegangen. Das Christus-König-Kreuz auf dem Euzenberg hat eine Gesamthöhe von 26 Metern, wobei es drei Meter tief in der Erde verankert ist. Auf etwa 8,5 Metern Höhe befindet sich ein Podest, von dem aus man heute mehr als 30 Ortschaften und Sehenswürdigkeiten der Umgebung sehen kann.
Der Bau des Christus-Königs-Kreuzes erfolgte in einer heute unvorstellbaren Schnelligkeit. Denn erst am 29. September 1926 wurde der Bauantrag beim damaligen Landkreis Duderstadt gestellt. Als Bauherr war die Kirchengemeinde Westerode mit Kaplan Josef Terreg eingetragen. Am 9. Oktober 1926 erfolgte dann die Baugenehmigung. Bereits bei Baubeginn stand fest, dass die Einweihung des Obelisken am 31. Oktober 1926 erfolgen sollte. „Hierzu hatte Propst Josef Strübe zahlreiche Menschen eingeladen und auch die Chöre der umliegenden Orte sollte am Kreuz singen. Doch am Tag der Einweihung regnete es in Strömen, so dass die große Veranstaltung abgesagt wurde“, erzählte Josef Engelke den Zuhörerinnen und Zuhörern. Eingeweiht wurde das Kreuz dennoch von Kaplan Terreg und Propst Strübe.
Josef Engelke stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch einzelne Bereiche des Obelisken näher vor. So berichtete er beispielsweise, dass seit 2001 es möglich ist auf einer Wendeltreppe mit 48 Stufen außen am Kreuz zur Plattform zu gelangen. Zudem sind auf sechs Metern Höhe mehrere Tafeln mit Innenschriften angebracht. Auch auf dem Gelände rund um den Obelisken gibt es mehrere Infotafeln, die unter anderem beschreiben, welche Orte von der Stelle ausgesehen werden können. „Der Ort da oben lädt mit seinen Bänken auch zum Verweilen ein“, sagte Engelke.
Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlcihkeitsarbeit


