Pfarrgemeinden diskutieren lokale Kirchenentwicklung

Dr. Christian Hennecke, Leiter der Hauptabteilung Pastoral, besucht alle Pfarrgemeinden in den Dekanaten Göttingen und Untereichsfeld.

Göttingen/Duderstadt. Generalvikariatsrat Dr. Christian Hennecke besucht in diesen Wochen alle Pfarreien in den Dekanaten Göttingen und Untereichsfeld. Der Leiter der Hauptabteilung Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat möchte sich über die Lage in allen Gemeinden informieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dabei steht im Mittelpunkt, wie das kirchliche Leben in den einzelnen Orten in Zukunft gestaltet werden kann. Bei seinen Besuchen wird Hennecke über die lokale Kirchenentwicklung informieren. Zu den Treffen sind grundsätzlich alle Interessierten eingeladen. Anwesend sein werden auch Vertreter der kirchlichen Gremien wie Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände sowie Vertreter der kirchlichen Einrichtungen, Vereine und Verbände.

Folgende Termine sind im Dekanat Untereichsfeld geplant:

12. Mai: Seulingen, St. Johannes der Täufer um 19.30 Uhr im Pfarrheim (An der Kirche 6),
18. Mai: Duderstadt, St. Cyriakus, um 19.30 Uhr im Pfarrheim (Bei der Oberkirche 2),
9. Juni: Bilshausen, St. Kosmas und Damian, um 19 Uhr im Pfarrheim (Kirchstraße 19),
14. Juni: Nesselröden, St. Georg, um 19.30 Uhr im Pfarrheim gegenüber der Kirche (Kirchplatz 1),
15. September: Gieboldehausen, St. Laurentius, um 19 Uhr im Pfarrheim (Mittelstraße 1).
Die Pfarrgemeinde St. Sebastian, Rhumspringe, wurde schon Anfang Mai besucht.

Folgende Termine sind im Dekanat Göttingen geplant:

23. Mai: St. Michael um 19.30 Uhr im Gemeindesaal (Kurze Straße 13, Innenhof),
30. Mai: St. Paulus um 19.30 Uhr im Pfarrheim (Wilhelm-Weber-Straße 15),
1. Juni: Maria Königin des Friedens um 19.30 Uhr im Pfarrheim (Sandersbeek 1),
1. September: St. Elisabeth, Hann. Münden um 19.30 Uhr im Pfarrheim (Böttcherstraße 8).
Die Pfarrgemeinde St. Godehard wurde schon Anfang Mai besucht.

Das Konzept der lokalen Kirchenentwicklung setzt auf Katholiken, die sich in ihren Gemeinden engagieren, weil sie sich als getaufte und gefirmte Christen dazu berufen fühlen. Wie kirchliches Leben von ihnen gestaltet wird, hängt von den lokalen Gegebenheiten ab, die etwa in einem Stadtteil andere sind als in einem Dorf.
 
Zu lokaler Kirchenentwicklung gehören sowohl der Einsatz für das Gemeinwesen wie auch neue Formen des Gottesdienstes und der Spiritualität. Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiter unterstützen das Konzept in den Gemeinden. Sie begleiten und fördern vorhandenes und entstehendes Engagement.

„Priester werden eine Gemeinde nicht mehr in klassischer Weise pastoral versorgen können. Deshalb wird sich ihre Rolle ändern. Damit Christen vor Ort aus der Kraft der Sakramente, besonders aus der Eucharistie, leben können, bleibt die Feier der Eucharistie und die Hinführung zu einem lebendigen Glauben ihre Hauptaufgabe. Aber es geht nicht zuerst darum, ein traditionelles Bild von Kirche einfach nur aufrecht zu erhalten, sondern zu entdecken, wie Gott heute Menschen bewegt und berührt – und wie sich aus der Kraft des Glaubens Kirche gestaltet“, sagt Hennecke. Erforderlich sei eine andere Sicht auf das Handeln von Christen und die Frage, wie sie heute das Evangelium verkünden können.
 
Die lokale Kirchenentwicklung ist laut Hennecke kein fertig ausgearbeiteter Plan, sondern „eine pastorale Leitidee, die wir teilen möchten“. Mit den Gläubigen in den Gemeinden möchte der Leiter der Hauptabteilung Pastoral darüber ins Gespräch kommen. Innerhalb der kommenden zwei Jahre sind Besuche in allen 119 Pfarrgemeinden des Bistums Hildesheim geplant.
 
Die Grundrichtungen lokaler Kirchenentwicklung hat der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle bereits 2011 in einem Hirtenwort beschrieben. Weitere Informationen dazu sind zu finden unter:
www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/etwas-neues-entsteht-4423/

 

aktualisiert: 18. Juni 2016