So erfolgt die Vorbereitung zur Erstkommunion
Die Feier der Erstkommunion ist für die Mädchen und Jungen sowie ihre Eltern immer ein besonderes Erlebnis. Bei der Erstkommunion empfangen die Kinder nachdem Ende der Erstkommunionvorbereitung erstmals den Leib Christi.
In der Vorbereitung erhalten die Kinder die Möglichkeit von Gott und Jesus zu hören, Erfahrungen zu sammeln und in speziellen Kinder- und Familiengottesdiensten den Ablauf der Liturgie kennenzulernen.
In Seulingen ist Carolin Erdmann gemeinsam mit zwei weiteren Frauen für die Erstkommunionvorbereitung zuständig. Auf die diesjährige Erstkommunion haben sie insgesamt 37 Mädchen und Jungen, aus den sechs Kirchorten der Pfarrei, vorbereitet. „Wir haben uns hierzu an sechs Terminen einmal im Monat in Bernshausen getroffen“, berichtet Carolin Erdmann. Zu Beginn des jeweiligen Treffens gab es in der Kirche eine gemeinsame halbe Stunde mit den Eltern und Pastor Rafal Nowak in der Kirche. Dort wurde gemeinsam das für die Kommunion ausgewählte Lied gesungen. „Im Anschluss daran sind wir dann ohne die Eltern ins Gemeindehaus gegangen, wo wir zunächst zusammen gefrühstückt haben“, erklärt Erdmann.
Im Anschluss daran wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt. „Jede Gruppe hat dann für 90 Minuten ein Thema bearbeitet, bevor gewechselt wurde und das jeweils andere Thema des Treffens besprochen wurde“, sagt Erdmann. Eine regelmäßige Teilnahme an den Treffen sollte für die Mädchen und Jungen dazugehören, aber es ist keine Pflicht an allen sechs Termine dabei zu sein. „Was dazugehört, ist die Beichte. Hier war es bei der diesjährigen Gruppe so, dass an diesem Tag eine ganz besondere Atmosphäre herrschte. Das war wirklich rührend und beeindruckend“, berichtet Carolin Erdmann. Was Erdmann, die auch Familiengottesdienste anbietet, im Vergleich zu früheren Gruppen auffällt ist, dass zum Teil der kirchliche Hintergrund der Erstkommunion den Mädchen und Jungen mehr vermittelt werden muss. „Wir beten bei jedem Treffen das ‚Vater Unser‘ und das Glaubensbekenntnis“, so Carolin Erdmann. Mit Blick auf die Erstkommunion in wenigen Tagen sei bei vielen Kindern die Aufregung mittlerweile groß.
Den Kindern den Glauben vermitteln
Mit der Ausgestaltung der Erstkommunionsvorbereitung in Seulingen ist Erdmann sehr zufrieden. Sie findet den Kurs in seiner jetzigen Form super. „Man lernt die Kinder kennen und man kann ihnen den Glauben vermitteln“, sagt sie. Dies ist für die bekennende Katholiken ein wichtiger Aspekt, von dem sie hofft, dass die Kinder später den Glauben auch an andere Menschen weitergeben.
In Duderstadt treffen sich die Mädchen und Jungen aus allen Kirchorten einmal im Monat für etwa vier Stunden. Insgesamt sind es, wie in Seulingen auch, sechs Treffen.
An der jetzigen Erstkommunionvorbereitung haben 34 Kinder aus den Duderstädter Kirchorten und 25 Kinder aus Duderstadt teilgenommen. Vorbereitet wurden sie von Gemeindereferentin Verena Nöhren und acht Katechetinnen in vier Gruppen. „Zu Beginn jedes Treffens hat Propst Thomas Berkefeld eine Einführung in das Thema gegeben“, berichtet Verena Nöhren. Zum Abschluss des Vorbereitungstreffens haben die Kinder, nachdem sie in Gruppen die verschiedenen Themen wie beispielsweise das Kirchenjahr und die Sakramente erarbeitet haben, sich zu einem gemeinsamen Abschluss in der Kirche getroffen. „Damit wollen wir das Kirchengebäude mit einbeziehen und das Gemeinschaftsgefühl stärken“, sagt Nöhren. Die Gemeindereferentin hat nach eigenen Angaben festgestellt, dass die Erstkommunionvorbereitung sich in den vergangenen Jahren verändert hat, und die Voraussetzung heute andere sind als noch vor einigen Jahren. Ihr selbst gefällt an der Erstkommunionvorbereitung, dass sie beim gemeinsamen Frühstück, das ein Bestandteil der einzelnen Treffen ist, die Gelegenheit hat, mit den Mädchen und Jungen ins Gespräch zu kommen. „Man merkt dann, dass die Kinder beginnen von sich zu erzählen und dadurch auch motivierter für die Gruppenarbeit sind“, so Nöhren.
Arbeitsblätter zur Vertiefung eines Themas
Einen anderen Weg der Erstkommunionvorbereitung als die Pfarreien Duderstadt und Seulingen geht die Pfarrei Nesselröden. Denn hier finden die Treffen nicht einmal im Monat für mehrere Stunden statt, sondern alle 14 Tage für eine Stunde. „Insgesamt sind es 15 Termine, an denen wir uns treffen“, berichtet Manfred Becker, der die Erstkommunionvorbereitung für die Orte Desingerode und Werxhausen macht. Los gehe es mit einem Familiengottesdienst im Advent. Insgesamt wurden in der Pfarrei 20 Kinder auf die Erstkommunion vorbereitet. Sechs davon kommen aus Desingerode und Werxhausen. „Die Eltern der Mädchen und Jungen sind dazu eingeladen, sich an der Vorbereitung zu beteiligen und tun dies auch“, berichtet Becker. Für ihn ist es wichtig, dass sowohl während der Vorbereitung als auch bei der Feier der Erstkommunion die Kinder im Mittelpunkt stehen. Das jetzige Konzept der Vorbereitung möchte er gern beibehalten, auch wenn er offen für Änderungen ist. „Die Kinder sind mit Eifer dabei und im Verlauf der Stunde entwickelt sich immer ein spannender Dialog zum jeweiligen Thema mit ihnen“, sagt Becker, der seit fünf Jahren die Vorbereitung macht. Ein Highlight für die Kinder sind die Filme „Katholisch für Anfänger“, die sie zum Ende einer jeden Stunde angucken. Zum Vertiefen der Themen erhalten die Kinder im Anschluss an jede Stunde Arbeitsblätter, die sie zu Hause bearbeiten können.
Die Mädchen und Jungen, die in den drei Pfarrgemeinden Duderstadt, Nesselröden und Seulingen die Vorbereitung auf die Erstkommunion haben, erhalten ein kleines Heft, für das sie beim Besuch eines Gottesdienstes bunte Bilder zum Einkleben bekommen.
Die Termine der Erstkommunion:
11. Mai Seulingen
18. Mai: Kirchorte Duderstadt in Duderstadt
25. Mai: Duderstadt
1. Juni: Nesselröden
Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


