Kirchturmuhr in Krebeck restauriert

Die Restaurierung der Kirchturmuhr der Kirche St. Alexander und Brüder in Krebeck ist abgeschlossen. Mit einer Feierstunde im Pfarrheim wurde dieses Ereignis jetzt gefeiert.

Rüdiger Heine vom Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Kosmas und Damian blickte zu Beginn der Feierstunde, zu der neben zahlreichen Krebeckern auch Simone Sommer und Björn Henker von der VR-Bank Mitte gekommen waren, auf die Gründe für die Restaurierung zurück. So sei die Mechanik an der 1899 erbauten Uhr regelmäßig defekt gewesen. Und zudem musste das Gewicht der Uhr jeden sechsten Tag von Hand aufgezogen werden. Das heißt, hierzu musste dann immer eine Person in den Turm steigen. Bei der Restaurierung war den Verantwortlichen wichtig, dass die historische Uhr erhalten bleibt. „Wir haben von drei Spezialfirmen Angebote eingeholt. Am Ende blieb eine Firma aus Rothenburg ob der Tauber in Bayern über“, berichtete Heine den Anwesenden.

Im ersten Schritt der Sanierung erfolgte dann die Demontage des Uhrwerks und des Zifferblattes. Außerdem erfolgte auch eine Wartung der Glocken, die durch das Uhrwerk angetrieben werden. Diese waren aber in einem guten Zustand. Neu an der historischen Uhr ist, dass sie jetzt automatisierte Gewichtsaufzüge bekommen hat. „Damit es keinen Eingriff in die historische Uhr gibt, sind diese mit einem Kettenantrieb mit der Uhr verbunden“, erklärte Rüdiger Heine. Er berichtete auch, dass bei der Restaurierung nicht alles nach Plan verlaufen sei, so habe nach der Montage die Uhr geschlagen, aber die Glocke nicht. Damit dies erfolgen konnte, musste der Hammer, der diese anschlägt, neu ausgerichtet werden. „Ich muss sagen, es war ein sehr interessantes Projekt“, so Heine.

Die Kosten für die Restaurierung der historischen Kirchturmuhr belaufen sich auf rund 31.200 Euro. Hiervon konnten rund zwei Drittel über Sponsoren eingenommen werden. So hat der Förderverein Krebeck 8000 gesponsert, die Denkmalpflege des Bistums Hildesheim hat 5000 Euro dazugegeben. Die VR Bank Mitte und die VR Stiftung haben insgesamt 4000 Euro gesponsert. Die Kaland-Stiftung hat 3000 Euro dazugeben. Rund 2500 Euro sind von Privatpersonen gespendet worden. Und beim Kirchplatzfest wurden 1200 Euro für die Restaurierung eingenommen. Etwa 7500 Euro hat die Kirchengemeinde aus Rücklagen genommen. „Ohne die großartige Unterstützung durch die Sponsoren wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen, deshalb gehört ihnen ein großes Dankeschön“, sagte Rüdiger Heine während der Feierstunde. Ein ebenso großer Dank gelte zudem allen, die sich ehrenamtlichen in dem Projekt eingebracht haben. Denn neben den Kosten gebe es auch mehr als 165 aufgeschriebene ehrenamtliche Stunden. „Auch ohne diesen sensationellen Einsatz wäre die Restaurierung nicht möglich gewesen“, so Heine.

Björn Henkel, Vorstand der VR Bank Mitte und Mitglied im Kuratorium der VR Bank Stiftung, erklärte, dass die Krebecker gemeinsam etwas auf die Beine gestellt hätten. Und er sich gern dafür eingesetzt habe, dass es eine Förderung für das Projekt gibt. Pfarrer Matthias Kaminski betonte, dass für die Umsetzung des Projektes zwei Säulen entscheidend waren. Zum einen die Geldgeber, die die finanziert möglich gemacht haben. „Und zum anderen, die Menschen, die sich engagiert haben. Ihnen allen gilt mein Dank. Mögen wir uns noch lange an der neuen Uhr erfreuen“, so Kaminski.

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit