Hoffnung als Leitthema der Fahrradwallfahrt

Zahlreiche Gläubige sind am Pfingstmontag nach Germershausen zum Wallfahrtsort „Maria in der Wiese“ gekommen. Die meisten von ihnen waren dabei sportlich unterwegs und hatten ihr Fahrrad mitgebracht. Denn es wurde erneut die Fahrradwallfahrt gefeiert.

Während der gesamten Wallfahrt gab es Bezüge zum diesjährigen Wallfahrtsmotto „Pilgern macht Hoffnung“. Zu Beginn des Gottesdienstes wurde auch die Frage gestellt, was die Menschen selbst tun können, um ihre Wünsche zu erreichen. Sie könnten sich auf den Weg machen, etwas zu ändern. Und alles, worauf der Mensch keinen Einfluss habe, kann er Gott anvertrauen.

Auch Propst Thomas Berkefeld nahm das Motto des Wallfahrtsjahres in seine Predigt auf. „Die Hoffnung stirbt nie uns sie muss nicht in Worte gefasst werden“, wandte er sich an die Pilgerinnen und Pilger, die sich auf der Wiese vor dem Freialtar versammelt hatten. Hoffnung sei kein konkreter Wunsch, sondern eine innere Haltung. Dazu gehöre auch, dass am Ende alles einen Sinn haben wird. „Das heißt aber auch, dass dazu nicht nur das Schöne zählt, sondern auch das, worunter wir leiden“, sagte Berkefeld. Oftmals gebe es Dinge, über die die Schöpfung, aber auch der Mensch seufzen würde. Dazu gehörten unter anderem der Klimawandel und Kriege. „Hoffende Menschen sind Menschen, die mitweinen und mitleiden können“, so der Propst. Denn Sinn im Leben müssten die Gläubigen nicht finden, sondern er werde ihnen von Gott geschenkt. „Leben macht Sinn und wird ein Ziel erreichen“, sagte Propst Thomas Berkefeld zum Abschluss seiner Predigt.

Im Anschluss an den Wallfahrtsgottesdienst nutzen die zahlreichen Pilgerinnen und Pilger das Angebot, sich bei Bratwurst und einem kühlen Getränk für die Rückfahrt zu stärken. Hierbei kamen sie miteinander ins Gespräch und tauschten sich nicht nur zu Glaubensthemen aus. Ein Dank gilt allen Beteiligten der Fahrradwallfahrt für die gelungene Organisation.

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit