Höherberg als Ort der Hoffnung

Rückblick auf das Wallfahrtsjahr 2025

Das Wallfahrtsjahr auf dem Höherberg wurde Ende September mit der Pferdewallfahrt beendet. Pfarrer Matthias Kaminski hat jetzt noch einmal auf das Wallfahrtsjahr 2025 zurückgeblickt.

„Wir sind mit den diesjährigen Wallfahrten sehr zufrieden. Wir haben mehr als 6000 Kommunionen ausgeteilt und mehr als 4000 Opferlichten angezündet“, berichtet Pfarrer Matthias Kaminski. Bereits zum Wallfahrtsauftakt am 1. Mai seien über 600 Gläubige zum Wallfahrtsort bei Wollbrandshausen gekommen. Bei der großen Wallfahrt im Juli waren rund 1200 Gläubige dabei und anlässlich Maria Himmelfahrt kamen ebenfalls mehr als 1000 Menschen auf den Höherberg.

Was Kaminski über die gesamte Wallfahrtssaison positiv aufgefallen ist, dass viele junge Menschen, vor allem auch Familien mit Kindern regelmäßig dabei gewesen sind. „Besonders toll ist in diesem Zusammenhang auch, dass wir Eltern haben, die sich während der Wallfahrten um die Kinderkirche kümmern. Das kommt wirklich gut an, sowohl bei den Kindern selbst als auch bei den Gläubigen“, sagt Kaminski. Während der großen Wallfahrt haben die Mädchen und Jungen in der Kinderkirche beispielsweise Steine zu den 14 Nothelfern gestaltet. Die Ergebnisse wurden den Gläubigen dann am Altar präsentiert. „Ich bin da den Eltern, die sich einbringen, wirklich dankbar“, so Kaminski.

Einen Dank richtet der Pfarrer auch an allen Ehrenamtlichen aus den verschiedenen Kirchorten, die sich einbringen und so zum Gelingen der Wallfahrten und auch der Sonntagsabends-Gottesdienste auf dem Höherberg beitragen. „Ohne die Ehrenamtlichen wären die Veranstaltungen in der Form nicht möglich“, sagt Kaminski. Der Pfarrer betont zudem, dass auch die zahlreichen Gläubigen, die regelmäßig auf dem Höherberg kommen, dazu beitragen, dass der Wallfahrtsort über die Grenzen des Eichsfelds hinweg, bekannt ist. Beeindruckt ist Matthias Kaminski auch davon, dass 4000 Euro als Spende für die Vinzenzpforte in Hildesheim gesammelt werden konnten.

Neben den Wallfahrten und Gottesdiensten am Sonntagabend fand in diesem Jahr auch ein von den Kolpingsfamilien organisiertes Höherbergfest statt. Dieses Fest hat nach Angaben von Pfarrer Kaminski alle Erwartungen übertroffen. Mehr als 800 Besucherinnen und Besucher seien, gekommen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern und Zeit miteinander zu verbringen. „Es gab Blasmusik und zahlreiche Angebote für die Kinder. Beispielsweise eine Kegelbahn und eine Hüpfburg“, erzählt Kaminski.

Damit der Höherberg auch in den kommenden Jahren ein Anziehungspunkt für die Gläubigen bleibt, wurde auf dem Wallfahrtsgelände einiges investiert. So wurden die Tische und Bänke für rund 5000 Euro erneuert. Zudem wurde ein Rasenmäher-Trecker für die Pflege der Grünflächen angeschafft. „Wir haben insgesamt mehr als 10.000 Euro für die Pflege ausgegeben“, berichtet Pfarrer Matthias Kaminski. Der Höherberg sei nicht nur ein Wallfahrtsort, sondern für Menschen auch ein Ausflugsziel. So würden sich unter anderem Gruppen anmelden, um den Höherberg besuchen zu können.

Aus Sicht von Pfarrer Kaminski unterscheidet der Höherberg sich von anderen Wallfahrtsorten dadurch, dass er auf einem Berg liegt. „Wallfahrtsorte auf einem Berg haben immer eine besondere Anziehungskraft. Viele Menschen fühlen sich hier Gott näher“, sagt Kaminski. Für viele sei der Berg auch ein Ort der Hoffnung. Etwas Besonderes sei es auch, dass hier Menschen aus den unterschiedlichsten Orten gemeinsam ihren Glauben feiern. „Für mich machen die Menschen, die den Höherberg besuchen, ihn zu einem besonderen Ort“, erklärt Pfarrer Kaminski.

Damit der Höherberg auch in den kommenden Jahren ein Ort der Hoffnung sein kann, werden weitere Ehrenamtliche benötigt. „Wer ehrenamtlich mitarbeiten möchte, der kann sich im Pfarrbüro in Gieboldehausen melden“, sagt Pfarrer Matthias Kaminski. Ihm sei es wichtig, die Menschen, die auf den Höherberg kommen, im Blick zu haben. „Und die Gläubigen sollen sich hier wohlfühlen“, betont Kaminski. Das Wallfahrtsjahr 2026 wird am Freitag,1. Mai, mit der traditionellen Wallfahrtseröffnung beginnen.

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit