"Friede auf Erden" Wallfahrtsmotto in Germershausen

In Germershausen hat am Sonntag die Wallfahrtssaison begonnen. Mehr als hundert Gläubige waren in die Wallfahrtskirche im Wallfahrtsort „Maria in der Wiese“ gekommen. Bevor der Wallfahrtsgottesdienst in der Kirche startete, trafen die Gläubigen sich am Freialtar.

Anlässlich des Palmsonntages, der auch im Wallfahrtsgottesdienst die zentrale Rolle spielte, segnete Propst Thomas Berkefeld die bereitliegenden sowie die von den Gläubigen mitgebrachten Zweige, als ein Zeichen der Hoffnung. „Die diesjährige Eröffnung der Wallfahrtssaison ist einzigartig. Weil sie gleichzeitig auch den Beginn der Heiligen Woche darstellt“, sagte Propst Thomas Berkefeld. Die Geschehnisse der Heiligen Woche hätten bis heute Bedeutung. „Auch die Gottes Mutter, die damals den Weg ihres Sohnes begleitet hat, ist uns bis heute eine Begleiterin auf unseren Wegen“, wandte Berkefeld sich an die Gläubigen. Die Begleitung durch die Gottes Mutter gelte dabei in allen Lebenslagen.

In einer kurzen Prozession zogen die Gläubigen dann vom Freialtar aus in die Wallfahrtskirche aus. Diese war passend zum diesjährigen Wallfahrtsmotto „Friede auf Erden“ geschmückt. So sollen unter anderem gebastelte Friedenstauben die Besucherinnen und Besucher der Wallfahrtskirche durch das Jahr begleiten. Auf den gebastelten Friedenstauben können Gläubige auch Bitten notieren, die dann während der Gottesdienste im Rahmen der Fürbitten vorgetragen werden können.

„Der Palmsonntag hat zwei Seiten. Zum einen der Jubel beim Einzug in Jerusalem und dann das Umschlagen hin zum Verrat Jesus. Diese Spannung wollen und müssen wir aushalten“, erklärte Propst Thomas Berkefeld. Die Textstelle im Evangelium „Die ganze Stadt bebte“ solle das Herz berühren. „Wir kennen die Freude im Glauben aber auch das Zweifeln an ihm“, wandte Berkefeld sich an die Gläubigen, bevor an das Leiden Jesus erinnert wurde.

Zum Ende des Gottesdienstes verlas Propst Thomas Berkfeld den Dankesbrief des scheidenden Bischofs Heiner Wilmer. In diesem dankt Wilmer den Gläubigen unter anderem für ihr Engagement.

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit