Frauenwallfahrt zum Thema "Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu"

Die 100. Frauenwallfahrt wurde am Sonntag in Germershausen gefeiert Zum Jubiläum hielt die Benediktinerschwester Philippa Rath die Predigt. Ein Thema der Wallfahrt war die Gleichberechtigung der Frau in der katholischen Kirche.  

Organisiert wird die Wallfahrt von Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB). Seit 2021 gestalten sie die Wallfahrt als Wallfahrt von Frauen für Frauen. In ihrer Begrüßung ging Cornelia Kurth-Scharf vom Organisationsteam auf die Veränderungen ein, die es in den vergangenen 100 Jahren gegeben hat. So erhielten die Organisatorinnen bis 2012 zur Gestaltung der Gottesdienste Unterstützung von Frauenseelsorgern. „2012 wurde mit Beatrix Michels erstmalig eine Frau zur Frauenseelsorgerin für das Untereichsfeld berufen“, erinnerte sich Kurth-Scharf Michels, der mittlerweile im Ruhestand ist, unterstützt weiterhin bei der Vorbereitung der Frauenwallfahrt.

Die Frauenwallfahrt stand in diesem Jahr unter dem Motto „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ aus der Offenbarung nach Johannes. Dies ist zugleich die Jahreslosung der evangelischen Christinnen und Christen. In ihrer Predigt zum Motto der Frauenwallfahrt sagte Schwester Philippa, dass es Worte gibt, die sich einprägen und die einen hoffen lassen. „Für mich ist die Jahreslosung so ein Wort. Es ist aus meiner Sicht eines der wichtigsten Worte in der Bibel“, sagte die Benediktinerschwester. Sie erinnerte daran, dass die Menschen immer wieder Auseinandersetzungen in Politik und Gesellschaft erleben und auch persönliche Krisen erleben würden. „All diese Krisen können uns den Mut rauben und die Freude am Leben nehmen“, wandte sie sich an die Wallfahrerinnen und Wallfahrer. Doch beim Blick in die Bibel und im Vertrauen auf Gott gebe es Gegenbilder gegen diese Krisen“, sagte sie. So beispielsweise das Bild des Zeltes Gottes.

Im weiteren Verlauf ihrer Predigt thematisierte sie auch die fehlende Gleichberechtigung der Frau in der katholischen Kirche. Hierbei stellte sie auch die Frage, warum Frauen noch immer in der zweiten Reihe stehen müssten. Sie appellierte hierbei an die Gläubigen, dass sie den Mut haben sollen, ihre Träume und Visionen zu leben.

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit