Eckstein als Mahnmal

Zehn Jahre ist es her, dass Papst Franziskus die Duderstädter Propsteikirche in den Rang einer Basilika minor erhoben hat. Anlässlich dieses Jubiläums, das sich am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) jährt, gab es in der Basilika verschiedene Veranstaltungen.

Als bleibende Erinnerung an dieses Jubiläum wurde in der Kirche ein Eckstein aufgestellt. Der Stein, der am Seiteneingang steht, wurde am Künstler Michael Zwingmann aus Hannover gestaltet. Während der Heiligen Messe am Sonntag, 28. September, predigte Propst Thomas Berkefeld zum neuen Eckstein der Basilika. Zu Beginn des Gottesdienstes sagte Berkefeld, dass der 3. Oktober aufgrund der Lage der Basilika ein sehr passendes Datum sei. 
In seiner Predigt ging der Propst zunächst darauf ein, dass Jesus sich einmal mit einem Eckstein verglichen habe. „Man kann an einem Eckstein stolpern“, sagte Thomas Berkefeld. Jesus selbst habe sich immer wieder quergelegt und wolle so den Menschen Orientierung bieten. „Der Altar ist für uns auch immer Sinnbild für Christus selbst. In der Geschichte von St. Cyriakus hat es verschiedene Altäre gegeben“, wandte er sich an die Gläubigen. Der letzte Altar habe lange Zeit im Propstei Garten gelegen, bevor er jetzt von Michael Zwingmann zu einem Eckstein umgearbeitet worden sei. Der Eckstein sei auch eine Erinnerung daran, dass Jesus sich mit denen identifiziert, die sich an ihm orientieren. Propst Berkefeld ging auch auf die Inschriften des Ecksteins „St. Cyriakus“ und „St. Laurentius“ ein, mit denen zum einen dem Schutzheiligen der Kirche und zum anderen dem Schutzheiligen der Stadt gedacht werden soll. „Was ein Tisch war, ist für uns jetzt ein Mahnmal. Es sagt, wenn du hier hereingekommen bist, dann bist du richtig. Die Tür wurde für sich geöffnet, du sollst Platz bei deinem Gott finden“, wandte der Propst sich an die Gläubigen. 
Thomas Berkefeld dankte auch dem Künstler Michael Zwingmann für seine Arbeit. Der Künstler, der während der Messe anwesend war, stand den Gläubigen im Anschluss auch für Fragen zu seinem neuen Kunstwerk zur Verfügung.
Am Sonntagnachmittag gab es dann in der Basilika noch einen Vespergottesdienst. Und auch für den Jahrestag der Erhebung ist eine Heilige Messe geplant. Diese beginnt um 17 Uhr. 

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit