150 Biker bei der Motorradwallfahrt
Rund 150 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer haben am Sonntag an der zehnten ökumenischen Motorradwallfahrt durch das Eichsfeld teilgenommen. Start und Ziel war in diesem Jahr die Wallfahrtskirche in Germershausen.
Die Organisatoren freuten sich, dass erneut zahlreiche Biker aus der Region, viele von ihnen waren schon bei früheren Motorradwallfahrten dabei, gekommen waren, um gemeinsam durch das Eichsfeld zu fahren und Gottesdienst zu feiern. Diakon Michael Preiß und der evangelische Pastor Horst Reinecke begrüßten die Motorradfahrer bei einer kurzen Andacht vor dem Start. Der Versuch gemeinsam zu singen war hierbei nicht so erfolgreich, was Preiß augenzwinkernd kommentierte: „Der Gesang ist noch immer so grausig, wie bei der ersten Motorradwallfahrt.“ Nach einigen organisatorischen Hinweisen zur gemeinsamen Ausfahrt erfolgte der Reisesegen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diakon Michael Preiß segnete die an ihm vorbeifahrenden Biker mit Weihwasser. Pastor Horst Reinecke, selbst Motorradfahrer, begleitete die Wallfahrt durch das Eichsfeld.
Im Anschluss an die rund zweistündige Ausfahrt gab es an der Wallfahrtskirche für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kaffee und Kuchen, bevor die Wallfahrt mit dem gemeinsamen Gottesdienst endete. Diakon Michael Preiß ging zu Beginn des Gottesdiensts auf die mehr als 300 Jahre alte Wallfahrtstradition in Germershausen ein.
Während seiner Predigt beschrieb Reinecke seine Leidenschaft zum Motorradfahren. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, den Fahrtwind zu spüren. Das Motorradfahren ist wie ein Ausbrechen aus der Enge des Alltags", so Reinecke. Er verglich dieses Gefühl mit einem Schmetterling, der seinen Kokon verlässt und sich aus einer Raupe entpuppt. Der Schmetterling erfahre eine neue Leichtigkeit, fliege davon und weise daraufhin, wie schön Gottes Natur ist. Auch wir Menschen könnten stark sein, denn durch die Kraft des Glaubens würden uns starke Flügel wachsen. Eine Kraft, die uns offen mache für die Schönheit und Freuden des Lebens.
Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit




